Die Förderhöhe lässt sich seriös erst mit Anlage, Bauart, Inbetriebnahme und aktuellem Pronovo-Verfahren bestimmen. Der Check ordnet den wahrscheinlichen Förderweg ein und zeigt, welche Angaben noch fehlen.
Das Wichtigste vorab
Kleine und mittlere Anlagen starten typischerweise mit der Einmalvergütung für kleine Anlagen; der genaue Betrag kommt aus dem aktuellen Verfahren.
Bei grösseren Anlagen kommen GREIV und zusätzliche Projekt- oder Winterstromfragen ins Spiel.
Eine beantragte, zugesicherte und ausbezahlte Förderung sind drei verschiedene Projektstatus.
Bundesbeitrag, kantonale Programme, kommunale Budgets und Steuerfragen müssen getrennt geprüft werden.
Welcher Förderweg ist wahrscheinlich?
Geben Sie die grobe Anlagenleistung ein. Der Check liefert eine Kategorie und nächste Fragen, keinen verbindlichen Frankenbetrag.
Ändern Sie die Eingaben, um die nächsten Prüfschritte zu sehen.
Die Förderstelle entscheidet nach den aktuellen Bedingungen. KLEIV/GREIV, Winterstrombonus und weitere Instrumente bitte direkt bei BFE und Pronovo verifizieren.
1. Was der Förderweg-Check leisten kann
Der Förderweg hängt von der Leistung, der Bauart, dem Eigenverbrauch, dem Standort und dem Zeitpunkt ab. Ein Online-Tool kann diese Eingangsdaten sortieren, aber keine behördliche Verfügung vorwegnehmen. Deshalb zeigt der Check bewusst eine Kategorie und die nächsten Prüfschritte statt eines scheinpräzisen Frankenbetrags.
Nutzen Sie das Ergebnis, um Ihre Offerte und die Förderunterlagen besser zu lesen. Wenn ein Anbieter einen Beitrag bereits vom Endpreis abzieht, muss er erklären, ob dieser Betrag beantragt, zugesichert oder nur erwartet wird. Das Datum und die Quelle gehören in die Projektunterlagen.
2. KLEIV, GREIV und weitere Instrumente
Das Bundesamt für Energie unterscheidet bei Photovoltaikanlagen unter anderem die kleine Einmalvergütung (KLEIV) bis 100 kW und die grosse Einmalvergütung (GREIV) ab 100 kW. Je nach Anlage und Nutzung können weitere Instrumente oder besondere Bedingungen relevant werden. Die verbindliche Höhe und das Verfahren kommen aus BFE- und Pronovo-Informationen.
Eine Förderseite sollte immer Leistung, Bauart, Eigenverbrauch, Inbetriebnahme und Anmeldeweg zusammen nennen. Fehlt eine dieser Angaben, ist der Beitrag nicht sauber vergleichbar. Besonders bei grossen Anlagen oder Anlagen ohne klassischen Eigenverbrauch lohnt sich eine frühe direkte Abklärung.
3. Winterstrombonus und Grossdach separat prüfen
Für Anlagen ab 100 kW kann der Winterstrombonus ein relevantes Prüfthema sein. Die Bedingungen sind an die Anlage und an die Winterproduktion geknüpft; die Pronovo-FAQ beschreibt die aktuellen Anforderungen. Ein pauschaler Bonusbetrag gehört deshalb nicht in eine Offerte, wenn die Voraussetzungen noch nicht geprüft sind.
Lassen Sie bei einem Grossdach Monats- oder Winterproduktionswerte, Messgrenze und Förderannahme getrennt ausweisen. Prüfen Sie ausserdem Netzanschluss, Bauablauf, Vermarktung und allfällige negative Preis- oder Abnahmerisiken. Förderbeitrag und Stromerlös sind zwei verschiedene Wirtschaftlichkeitsbausteine.
4. Kanton, Gemeinde und Steuern nicht vergessen
Die Bundesförderung ist nur eine Ebene. Kantonale und kommunale Programme können Beratung, Gebäudeteile, Speicher oder kombinierte Massnahmen betreffen, budgetsensitiv sein und eine Gesuchstellung vor Projektstart verlangen. Prüfen Sie Ihre genaue Adresse und das Gültigkeitsjahr, statt einen allgemeinen Förderartikel auf das eigene Gebäude zu übertragen.
Steuerfragen sind ebenfalls standort- und nutzungsabhängig. Bewahren Sie Offerte, Rechnung, Förderentscheid, Zahlungsbelege und Aufteilung von PV, Dachsanierung, Speicher und Elektroarbeiten getrennt auf. Die Solarfirma kann Unterlagen liefern, ersetzt aber keine verbindliche Steuerbeurteilung.
5. Förderfristen in die Projektplanung einbauen
Die sichere Reihenfolge lautet: Förderweg prüfen, Voraussetzungen und Frist speichern, Netz- und Bewilligungsfragen klären, vergleichbare Offerten einholen, Gesuch nach dem massgebenden Verfahren einreichen und die Auszahlung nach Inbetriebnahme dokumentieren. Ob ein Antrag vor Bestellung, Baubeginn oder Inbetriebnahme nötig ist, muss die zuständige Stelle bestätigen.
Verlangen Sie vom Anbieter eine Liste mit Antragsteller, Vollmacht, Frist, benötigten Dokumenten und Verantwortung. Ein Satz wie „Förderung inklusive“ reicht nicht: Er sagt weder, wer das Risiko trägt, noch ob die Förderung bereits bestätigt wurde.
Offizielle Quellen und Datenstand
Regeln, Tarife, Förderbedingungen und Dachdaten können sich ändern. Nutzen Sie die folgenden Behördenquellen für die aktuelle Prüfung und speichern Sie den Datenstand mit Ihrer Offerte.
Häufige Fragen
Berechnet der Check den exakten Förderbetrag?
Nein. Er ordnet den Förderweg ein. Der exakte Betrag hängt von Anlage, Bauart, Inbetriebnahme und dem aktuellen Pronovo-Verfahren ab.
Was ist der Unterschied zwischen KLEIV und GREIV?
KLEIV gilt grundsätzlich für Anlagen bis 100 kW, GREIV für Anlagen ab 100 kW. Die konkrete Kategorie und Förderhöhe müssen offiziell geprüft werden.
Wann soll ich das Fördergesuch einreichen?
Das hängt vom Programm und vom massgebenden Zeitpunkt ab. Prüfen Sie die aktuelle Pronovo- und kantonale Anleitung vor Bestellung und Baubeginn.
Kann der Förderbeitrag einfach von der Offerte abgezogen werden?
Nur wenn klar ist, ob der Betrag beantragt, zugesichert oder garantiert ist. Diese Status sollten separat ausgewiesen werden.

